Grußwort des Präsidenten der DIVI
Prof. Dr. Gerhard Jorch



Liebe Teilnehmer/innen des 16. DIVI-Kongresses,

rasch ist das Jahr 2016 nach dem letzten DIVI-Kongress in Leipzig verflogen und wir treffen uns zum 13. Mal in Hamburg. Da das CCH renoviert wird, werden wir voraussichtlich erst im Jahre 2019 dorthin zurückkehren können. Gut, dass die DIVI seit 2011 einen zweiten Standort für ihre Jahreskongresse mit dem CCL in Leipzig aufgebaut hat, der von den Teilnehmern ebenso akzeptiert wird.

Das Motto lautet in diesem Jahr „Präzision und Komplexität“. Jeder in der Intensiv- und Notfallmedizin Tätige weiß, dass bereits ein Fehler zu katastrophalen Folgen beim betroffenen Patienten führen kann. Auch unter Zeitdruck und Stress muss deshalb höchste Präzision der Anspruch bei der täglichen Arbeit in einem komplexen Umfeld sein. Nicht umsonst war die diesjährige DIVI-Klausurtagung am 17. Juni dem Thema Qualitätssicherung gewidmet. Dabei wurde deutlich, dass dem von der DIVI entwickelten Peer Review in der Intensivmedizin eine besondere Rolle zukommt, weil es nicht nur auf die externe Bestätigung eines geschaffenen Qualitätsstandards abzielt, sondern durch die kollegiale Suche nach weiteren Verbesserungen über den etablierten Standard hinaus Entwicklungspotentiale nutzt.

Mit Prof. Dr. Stefan Kluge ist in diesem Jahre das Präsidiumsmitglied Kongresspräsident, welches seit 2012 als Leiter des Kongressprogramms für die DIVI-Kongresse verantwortlich war und auch in den nächsten Jahren sein wird. Das ist eine besonders gute Voraussetzung dafür, dass dieser Kongress am Heimatort des Kongresspräsidenten gelingen wird.

Die DIVI-Arbeit in den wissenschaftlichen Sektionen und im Präsidium hatte im Jahre 2016 die Schwerpunkte Notfallmedizin und Organtransplantation. Auf beiden Gebieten wurde dem gesundheitspolitischen Handlungsbedarf durch neue Gesetze und Verordnungen entsprochen. Der DIVI als interdisziplinärer und interprofessioneller Dachorganisation für Intensiv- und Notfallmedizin kam eine wichtige Aufgabe bei der Umsetzung dieser Gesetze und Verordnungen zu, der sie sich gerne gestellt hat und auch in Zukunft stellen wird.

Beim letzten DIVI-Kongress wurde ein Kooperationsabkommen der DIVI mit der für die Personalentwicklung des medizinischen Personals in der Volksrepublik China verantwortlichen Behörde des chinesischen Gesundheitsministeriums unterzeichnet. Mit Leben gefüllt wurde es bereits durch mehrwöchige Gastarztaufenthalte chinesischer Intensivmediziner, Beratung der chinesischen Kollegen beim Aufbau einen Notarztsystems und Vortragsreisen deutscher Intensiv- und Notfallmediziner aus der DIVI nach China. Auch eine wissenschaftliche Zusammenarbeit ist geplant.

Man gewinnt den Eindruck, dass die DIVI als integrative Vereinigung nicht nur national benötigt und geachtet wird, sondern zunehmend auch internationale Anerkennung gewinnt. Das motiviert die Mitglieder, sich aktiv in die DIVI-Arbeit einzubringen, beflügelt die wissenschaftlichen Sektionen und gibt auch dem DIVI-Präsidium das Gefühl, dass der ehrenamtliche Einsatz sinnvoll und erfolgreich ist.

Leider ist meine zweijährige Amtszeit als erster pädiatrischer DIVI-Präsident Ende des Jahres 2016 bereits vorbei. Ich freue mich aber darauf, als Past- Präsident dem zukünftigen Präsidenten Prof. Stefan Schwab noch weitere zwei Jahre zur Seite zu stehen.

Prof. Dr. Gerhard Jorch
Präsident der DIVI